Nach dem Vorbild eines Systems in Huelva, Spanien, soll diese Initiative den Zugang zur Gesundheitsversorgung in der Region verbessern. Der Bürgermeister ist der Ansicht, dass ein gemeinsames medizinisches Team die Herausforderungen der lokalen Gesundheitsversorgung bewältigen und die kontinuierliche medizinische Versorgung der Einwohner von Barrancos und der angrenzenden Gebiete sicherstellen würde.

Derzeit gibt es in Barrancos mit seinen rund 1 440 Einwohnern eine Lücke in der medizinischen Versorgung, da das Gesundheitszentrum nur werktags von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet ist. Außerdem ist Barrancos mehr als 100 Kilometer von den nächstgelegenen Referenzkrankenhäusern in Beja und Évora entfernt, was den Zugang zur Gesundheitsversorgung aufgrund der schlechten Straßenverbindungen noch schwieriger macht. Leonel Rodrigues argumentiert, dass diese Faktoren die Sicherheit der Einwohner gefährden und fordert dringende Maßnahmen, um den Mangel an kontinuierlicher medizinischer Unterstützung zu beheben.

Daher hat der Bürgermeister die Bildung eines 24-Stunden-Notfallteams für die Region vorgeschlagen, das nicht nur Barrancos, sondern auch nahe gelegene Gemeinden wie Moura und Mourão versorgen soll. Leonel Rodrigues betont die Notwendigkeit, den Nationalen Gesundheitsdienst(SNS) zu überdenken, um eine medizinische Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten, denn "wir wissen nicht, wann wir krank werden".

Neben dem Vorschlag für ein rotierendes medizinisches Team fordert Leonel Rodrigues die Regierung auch auf, die Straßenanbindung zu verbessern, um die Fahrtzeiten in die größeren Städte zu verkürzen. Er weist darauf hin, dass Barrancos seit fast 20 Jahren für Arztbesuche am Wochenende bezahlen muss, weil es an medizinischem Fachpersonal mangelt - ein Problem, das nicht nur in seiner Gemeinde, sondern im ganzen Land verbreitet ist.

Unter Hinweis auf die Situation im spanischen Encinasola, wo ein Gesundheitszentrum trotz Ärztemangels rund um die Uhr in Betrieb ist, drängte der Bürgermeister auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem portugiesischen Gesundheitsministerium und der andalusischen Regierung, um portugiesischen Bürgern den Zugang zu Gesundheitsdiensten in Spanien zu ermöglichen - eine Maßnahme, von der beide Regionen in Zukunft profitieren könnten.