Dem Vorschlag zufolge wird dieser Wert nun für alle Fahrer in Spanien gelten, unabhängig von ihrem Beruf oder der Dauer ihres Führerscheins. Nach geltendem Recht ist für die meisten Fahrer ein Wert von 0,5 Gramm Alkohol pro Liter Blut zulässig.

In Spanien wird dieser Höchstwert für einige Berufe (z. B. Busfahrer, Krankenwagenfahrer und LKW-Fahrer) auf 0,3 Gramm gesenkt.

Der vom spanischen Parlament angenommene Gesetzentwurf, eine Initiative der Sozialistischen Partei Spaniens (PSOE, die die Regierung des Landes führt), erhielt die Zustimmung von 177 der 350 Abgeordneten im Plenum. 32 Abgeordnete von Vox stimmten dagegen, während sich 135 Abgeordnete der Volkspartei der Stimme enthielten.

Dies war die erste Abstimmung und Debatte über den Vorschlag im Parlament, das nun mit der Analyse auf Ausschussebene beginnt, wo Änderungen vorgenommen werden können, bevor die Initiative zur endgültigen Abstimmung ins Plenum zurückkehrt. Für diesen Prozess gibt es derzeit keinen Zeitplan.

Der Vorschlag sieht nicht nur eine Änderung der Grenzwerte für den zulässigen Blutalkoholgehalt am Steuer vor, sondern auch ein Verbot der Veröffentlichung von Informationen darüber, wo Polizeikontrollen von Fahrern stattfinden.

In diesem Fall nennt der Vorschlag ausdrücklich "organisierte Gruppen", die diese Informationen in sozialen Netzwerken oder über Messaging-Plattformen wie WhatsApp oder Telegram verbreiten.

Portugal will dem Beispiel folgen

Nach der Verabschiedung der Maßnahme in Spanien hat auch Portugal sein Interesse bekundet, diesem Beispiel zu folgen. Joana Teixeira, Präsidentin der Portugiesischen Gesellschaft für Alkoholismus (SPA), erklärte gegenüber Lusa, dass eine ähnliche Maßnahme in Portugal eingeführt werden sollte, und wies darauf hin, dass es "etwas völlig anderes" sei, einen Blutalkoholspiegel von 0,2 und 0,5 zu haben, der Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Fahrers haben könnte.